Spezielle VR-Kopfhörer sollen Motion Sickness minimieren

Die Entrim-4D-Kopfhörer gaukeln dem Innenohr Bewegungen vor.

Die Entrim-4D-Kopfhörer gaukeln dem Innenohr Bewegungen vor.

Motion Sickness ist ein Problem, das dem Erfolg von Virtual Reality im Weg stehen könnte. Daher sucht man fieberhaft nach Lösungen. Eine kommt in Form eines speziellen Kopfhörers, welcher dem Innenohr durch Signale vermittelt, dass man sich bewegen würde.

Wer schonmal ein Virtual-Reality-Headset ausprobieren konnte, der wird vielleicht festgestellt haben, dass einem bei manchen Spielen übel wird. Dies liegt daran, dass dem Gehirn Bewegungen vorgegaukelt werden, die gar nicht stattfinden. Diese Motion Sickness könnte dem Erfolg von Virtual Reality im Weg stehen.

Entrim-4D-Kopfhörer simulieren Bewegungen

Durch besonders niedrige Latenzen und eine möglichst hohe Hertzzahl wollen Entwickler von VR-Headsets dieses Problem in den Griff bekommen. Doch am besten fühlen sich die Games an, in denen der Spieler kaum Bewegungsfreiheit genießt. Wem schnell beim Spielen schlecht wird, der wird sein Headset vermutlich eher selten benutzen, daher braucht man eine gute Lösung für dieses Problem.

Samsung stellt auf der South by Southwest Conference (SXSW) einen speziellen Kopfhörer vor. Entrim 4D überträgt dabei Signale an das Innenohr, welche das Gefühl vermitteln, dass man sich tatsächlich bewegt, obwohl man das gar nicht wirklich tut. Die Technik wird Galvanic Vestibular Stimulation (GVS) genannt. Elektroden senden Signale an das Innenohr und stimulieren dadurch den Gleichgewichtssinn. Die Signale müssen dabei mit den Bewegungen im Spiel abgeglichen werden, sodass man als Gamer das Gefühl bekommt, dass die Bewegung, die man im Spiel durchführt, auch “wirklich” ausgeführt wird.

Man kann über die Kopfhörer nicht nur die Bewegungen und die Richtung, sondern auch die Geschwindigkeit wahrnehmen. Dadurch soll die durch Motion Sickness hervorgerufene Übelkeit minimiert und dem Spieler ein authentischeres Spielgefühl vermittelt werden. Entrim 4D wurde von Samsung an 1.500 Personen getestet, welche Bewegungsmuster lieferten, die als Voreinstellungen abgespeichert sind.

Momentan steht noch nicht fest, wann Entrim4D auf den Markt kommt. Auch über einen Preis sind noch keine Informationen verfügbar. /ab

Bild-Quellen: Samsung Newsroom / Youtube

News Redaktion am Mittwoch, 16.03.2016 13:21 Uhr

Tags: samsung kopfhörer motion sickness

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