SQLite 3.10 ergänzt sqlite3-Schnittstellen und verbessert Makefiles

Rund zweieinhalb Monate nach der Veröffentlichung der letzten Nebenversion kann Version 3.10 der eingebetteten SQL-Engine zwar nicht mit neuen Funktionen, dafür aber mit einigen allgemein Verbesserungen aufwarten.

SQLite, eine Softwarebibliothek, die eine SQL-Datenbank-Engine enthält, steht ab sofort in Version 3.10 zur Verfügung. Im Gegensatz zu anderen SQL-Datanbanken hat SQLite keinen einzelnen Serverprozess, sondern greift direkt lesend und schreibend auf normal auf der Festplatte gespeicherte Dateien zu. Darüber hinaus ist das Projekt Teil der Public Domain und lässt sich frei für private und kommerzielle Zwecke einsetzen. Zu den Sponsoren von SQLite zählen unter anderem Mozilla, Facebook und Bloomberg.

Für die aktuelle Version haben die Entwickler unter anderem an Portabilität, Kommandozeile und Makefiles des Projekts gearbeitet. So konnten sie etwa in der CLI die Dot-Commands .changes ON|OFF, zum Anzeigen der Anzahl der mit SQL geänderten Zeilen, und .vfsinfo, um Informationen über Betriebssystemschnittstellen auszugeben, ergänzen. In den Makefiles verzichtet man nun beispielsweise auf den Einsatz von awk, um Nutzern von Microsoft Visual C++ den Build-Prozess zu erleichtern.

Darüber hinaus können beispielsweise virtuelle Tabellen in SQLite nun mit LIKE, GLOB und REGEXP-Operatoren umgehen und es stehen die neuen Schnittstellen sqlite3_db_cacheflush() und sqlite3_strlike() sowie die experimentellen sqlite3_snapshot_get(), sqlite3_snapshot_open() und sqlite3_snapshot_free() bereit. Öffnen Nutzer von Unix-Systemen nach dem Update einen Symlink auf eine Datenbank, nehmen die dazugehörigen Journal-Dateien den Namen der Zieldatei als Grundlage und nicht den des Symlink. Das Programm sqldiff verfügt über eine neue Option –transaction und die JSON-Erweiterung kann neue Funktionen aufweisen. Detailliertere Informationen zu allen Änderungen lassen sich der Timeline der Versionskontrolle des Projekts entnehmen. (jul)

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