Fortschritt bei lichtbasierten Mikroprozessoren

Ein Durchbruch im Bereich der lichtbasierten Mikroprozessoren könnte Computer verbessern.

Ein Durchbruch im Bereich der lichtbasierten Mikroprozessoren könnte Computer verbessern.

Wissenschaftler der University of Colorado, der University of California und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben im Bereich der lichtbasierten Mikroprozessoren einen Durchbruch erzielt, der die Zukunft der Computer verändern könnte.

Schon länger arbeiten Wissenschaftler daran, Mikroprozessoren zu entwickeln, welche auf Licht anstatt auf Elektrizität setzen. Wissenschaftlern der University of Colorado, der University of California und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist in diesem Bereich nun ein Durchbruch gelungen.

Lichtbasierte Mikroprozessoren könnten die Zukunft der Computer sein

Der entwickelte Prozessor besitzt eine Bandbreitendichte von 300 Gigabits pro Sekunde pro Quadratmillimeter. Damit ist diese Dichte in etwa zehn bis 50-mal höher als bei herkömmlichen Mikroprozessoren. In den Chip sind 850 Ein- und Ausgänge integriert, über welche die Kommunikation stattfindet. Die neue Technologie verbindet zudem lichtbasierte Systeme mit herkömmlichen Schaltkreisen, was es einfacher machen soll, einen solchen Prozessor in bereits existierende Herstellungsprozesse zu integrieren. Dies könnte die Kosten relativ gering halten.

Rajeev Ram vom MIT erklärt, dass der lichtbasierte Mikroprozessor den Vorteil bietet, dass man mehrere parallele Datenströme über verschiedenfarbiges Licht aber über dasselbe Medium übertragen kann. Dazu werden beim nun vorgestellten Prozessor optische Kabel benutzt. Es kommt Infrarotlicht bei der Übertragung zum Einsatz, da dieses aufgrund der geringen Wellenlänge eine hohe Bandbreite ermöglicht – und das auf sehr kleinem Raum.

Bis ein solcher lichtbasierter Prozessor Marktreife erlangt, wird aber noch einige Zeit vergehen. Allerdings könnte sich diese Technologie in Zukunft durchsetzen, wodurch Computer in Zukunft profitieren würden. Diese würden wesentlich schneller und effektiver arbeiten können. Die Leistung würde deutlich ansteigen und auch Netzwerkinfrastrukturen könnten davon profitieren. Wann mit einer Markteinführung zu rechnen ist, darüber schwiegen sich die Wissenschaftler noch aus. /ab

Bild-Quellen: University of Colorado

News Redaktion am Montag, 28.12.2015 13:08 Uhr

Tags: computer prozessor licht

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