17-jähriger wegen Unterstützung des IS zu 11 Jahren Haft verurteilt

Ein junger US-Amerikaner muss wegen Unterstützung des IS für mehr als 11 Jahre ins Gefängnis.

Ein junger US-Amerikaner muss wegen Unterstützung des IS für mehr als 11 Jahre ins Gefängnis.

Ein 17-jähriger US-Amerikaner wurde wegen Verbreitung von Propaganda für den Islamischen Staat sowie Tipps für die Mitglieder zu einer Haftstrafe von mehr als 11 Jahren verurteilt. Doch damit nicht genug, steht er anschließend lebenslänglich unter Bewährungsaufsicht.

Man sollte im Internet einfach aufpassen, was man schreibt und tut. Dies merken aktuell nicht nur Personen, die Hasstiraden gegen Flüchtlinge posten, sondern auch ein 17-jähriger US-Amerikaner, der über Twitter dem Islamischen Staat Tipps gegeben hat und dessen Propaganda verbreitete.

US-Amerikaner wollte IS unterstützen

Der 17-jährige nutzte seinen Twitter-Account mit rund 4.000 Followern, um darüber Propaganda des Islamischen Staats zu verbreiten und gab IS-Mitgliedern zudem Tipps, wie man Anonymisierungstools und die Kryptowährung Bitcoin nutzt. Hinzu kommt, dass dem jungen Mann vorgeworfen wurde, dafür verantwortlich zu sein, dass sich ein 18-jähriger zum IS bekannte und nach Syrien ausreisen wollte, um sich dort rekrutieren zu lassen.

Der 17-jährige versuchte, Mitgliedern des IS dabei zu helfen, ein anonymes Spendensystem aufzubauen, über welches der Islamische Staat mittels Bitcoin finanziert werden sollte. Er riet dabei, Darkwallet zu nutzen, und erklärte, wie man bestimmte Tools einsetzen kann, um seine Aktivitäten im Internet zu verschleiern. Auch Tipps zu Verschlüsselungstools gab er an IS-Mitglieder weiter. Kryptowährung wird schon länger als Gefahr angesehen, da sich darüber Terrorzellen anonym finanzieren könnten. Doch darauf, dass dies schon passiert, gibt es noch keine Hinweise. Dennoch beobachtet die US-Regierung dies sehr genau.

Der 17-jährige US-Amerikaner muss nun für 11 Jahre und 4 Monate ins Gefängnis. Damit hat er seine gesamte Jugend verspielt. Sobald er entlassen wird, steht er allerdings für den Rest seines Lebens unter Bewährungsaufsicht. Ein normales Leben wird der junge Mann nie wieder führen können. Kritik an der harten Bestrafung gibt es ebenso wie Zustimmung. Terrorismus sollte niemand unterstützen und auch eine Bestrafung dafür muss sein – doch in welchem Umfang, das ist die Frage… /ab

Bild-Quellen: Suzan Petersen / FlickR

News Redaktion am Montag, 31.08.2015 17:02 Uhr

Tags: twitter gefängnis islamischer staat

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