Die Hochschule der Games Academy schließt die Pforten

Die Games Academy muss die erst letztes Jahr eröffnete Hochschule schließen.

Die Games Academy muss die erst letztes Jahr eröffnete Hochschule schließen.

Die Games-Industrie klagt, wie so viele Berufszweige in Deutschland, über einen Fachkräftemangel – und dennoch wird die von der Games Academy gegründete Hochschule geschlossen. Angeblich ist der Markt der Games-Ausbildung bereits gesättigt. Es fanden sich auch nicht genügend Studenten für die Studiengänge.

Nachdem die Games Academy Anfang 2014 eine Hochschule für Studiengänge im Games-Bereich eröffnete, muss diese zum nächsten Semesterende nun schon wieder schließen.

Die Hochschule der Games Academy wird geschlossen

In einem Interview mit Golem erklären der Gründer und der Rektor die Gründe für diesen Schritt. Zum einen wird darauf eingegangen, dass derzeit ein Fachkräftemangel in der Games-Branche beklagt wird, was die beiden allerdings nicht bestätigen können. Der Markt sei sogar übersättigt. Es würde 70 Anbieter für Ausbildungen im Games-Bereich geben, was zu umgerechnet rund 3.500 Fachkräften pro Jahr führen würde. Stellenausschreiben würde es allerdings nur für rund 1.200 Jobs geben.

Die Hochschule der Games Academy wollte jedoch eine qualitativ besonders hochwertige Ausbildung anbieten, doch man fand nicht genug Studenten, welche das Angebot in Anspruch nehmen wollten. Man analysiere derzeit noch, warum das so war. Es wird vermutet, dass man eine längere Anlaufzeit benötigt hätte und auch der Umstand, dass es inzwischen viel mehr Ausbildungsmöglichkeiten im Games-Bereich gibt, würde eine Rolle spielen. Man hätte sich für den Weg entschieden, viele verschiedene Studiengänge anzubieten, sodass Spezialisierungen möglich gewesen wären, die für mehr Qualität gesorgt hätten. Ein einfacherer Weg wäre gewesen, nur einen oder weniger Studiengänge anzubieten, doch man entschied sich bewusst dagegen.

Die Studierenden konnten glücklicherweise anderweitig untergebracht werden. Einige wechseln auf Privatschulen, manche auf andere Hochschulen, wieder andere wollen eine Ausbildung beginnen. Man zeigt sich enttäuscht darüber, dass man mit dem Projekt, dem Aufbau einer Hochschule für Games, gescheitert sei. Die nächste Zeit werde man zur Selbstreflexion nutzen. Man wünscht sich, dass die Industrie diese Art der Ausbildung noch weiter unterstützt und man so für mehr Qualität statt Quantität bei den Fachkräften sorgen kann. /ab

Bild-Quellen: Games Academy

News Redaktion am Donnerstag, 06.08.2015 17:09 Uhr

Tags: hochschule spielebranche games academy

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