WhatsApp vom Verbraucherschutz abgemahnt

Die deutsche Verbraucherzentrale hat WhatsApp wegen Weitergabe von Nutzerdaten abgemahnt.

Die deutsche Verbraucherzentrale hat WhatsApp wegen Weitergabe von Nutzerdaten abgemahnt.

Der Verbraucherschutz hat WhatsApp abgemahnt, da der Dienst die AGBs so geändert hatte, dass die Nutzerdaten nun an Facebook weitergegeben werden. Dabei soll vor allem die personalisierte Werbung verbessert werden. Da sich die User dagegen kaum wehren können, rief das nun die deutsche Verbraucherzentrale auf den Plan.

Es ist schon ein Leid mit dem Datenschutz. Unternehmen würden die Daten ihrer User so gerne weitergeben, um Geld damit zu machen oder zumindest, um mehrere Dienste enger miteinander zu verbinden und personalisierte Werbung zu ermöglichen. Doch die Nutzer wollen das einfach nicht und wenden sich dann auch noch an den Verbraucherschutz.

WhatsApp wurde vom Verbraucherschutz abgemahnt

Im August änderte der Messengerdienst WhatsApp die AGBs und erklärte, dass man die Nutzerdaten an Facebook weitergebe, sodass die beiden Dienste besser miteinander verbunden werden und man besser personalisierte Werbung für die User schalten könne. Allerdings fanden das einige der Nutzer nicht so lustig und wendeten sich an Datenschützer. Nun hat sich auch die deutsche Verbraucherzentrale eingeschaltet und WhatsApp eine Abmahnung zukommen lassen.

Hier geht man vor allem auf Aussagen des Unternehmens aus dem Jahr 2014 ein, laut denen WhatsApp weiterhin unabhängig von Facebook bleiben sollte – trotz Übernahme. Daher gingen die Nutzer davon aus, dass keine Daten zwischen WhatsApp und Facebook ausgetauscht werden würden, was nun aber doch passiert. Damit hätte man das Vertrauen der eigenen Kunden enttäuscht.

Die Verbraucherzentrale hat WhatsApp nun bis zum 21. September Zeit gegeben, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Doch ob das Unternehmen dies überhaupt interessiert, bleibt abzuwarten. Denn schon früher reagierte man auf Abmahnungen sehr gelassen und zeigte kein Interesse daran. Denn auch in den USA erhielt WhatsApp eine Abmahnung vom Datenschutz. Doch hierzu meinte man nur, dass man sich an geltende Gesetze halten würde. Es ist davon auszugehen, dass die Reaktion hierzulande ähnlich ausfallen wird. Nutzer von Messengern sollten daraus eine Lehre ziehen und sich auf Aussagen den Datenschutz betreffend nicht verlassen. /ab

Bild-Quellen: WhatsApp

News Redaktion am Dienstag, 20.09.2016 11:01 Uhr

Tags: verbraucherschutz datenschutz whatsapp

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