Visual Studio Code lernt Website-Debugging auf iOS-Geräten

Microsoft hat eine Erweiterung für Visual Studio Code herausgegeben, mit der Entwickler Websites auf iOS-Geräten aus der Entwicklungsumgebung heraus unter OS X und Windows debuggen können.

Zum Debuggen von JavaScript auf mobilen Endgeräten müssen Entwickler auf die lokale Entwicklungswebsite zugreifen. Unter Android funktioniert das über Port Forwarding, aber iOS bietet die Funktion von Haus aus nicht an. Zur Fehlersuche in JavaScript-Code in Safari auf iOS benötigen Entwickler daher die Safari Entwicklungswerkzeuge, die wiederum die Desktopversion des Safari-Browsers unter OS X voraussetzen.

Microsoft hat nun eine Erweiterung für die quelloffene Entwicklungsumgebung Visual Studio Code veröffentlicht, die das Port Forwarding emuliert. Sie nutzt die Open-Source-Software Localtunnel, die den Zugriff auf den lokalen (Entwicklungs-)Webserver über eine öffentliche Webadressen ermöglicht. Letztere dient als Proxy, der alle Anfragen an den Entwicklungsserver weiterleitet.

Über den Umweg zu den Haltepunkten

Durch die Verbindung können Entwickler den auf iOS-Endgeräten laufenden JavaScript-Code in Visual Studio Code auf OS-X- und Windows-Rechnern debuggen. Dort können sie die üblichen Funktionen zur Fehlersuche nutzen, also unter anderem Haltepunkten setzen, den Code schrittweise abarbeiten und Variablen über Watches überwachen. Visual Studio Code existiert zwar auch für Linux, aber in der Beschreibung der Erweiterung ist nur von Windows und OS X die Rede. Das dürfte daran liegen, dass die Erweiterung iTunes benötigt, das Apple nicht für Linux anbietet.

Microsoft bezeichnet den iOS Web Debugger zunächst als öffentliches Experiment, um herauszufinden, ob die Funktion nützlich ist. Weitere Details stehen im Blog-Beitrag. Die Erweiterung ist kostenlos über den Visual-Studio-Marktplatz erhältlich. Der Sourcecode der Erweiterung ist auf GitHub zu finden und steht unter der MIT-Lizenz. (rme)

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