Das älteste Sexmusem der Welt besuchen ? Amsterdam lädt dazu ein

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Sex, Drugs und hippe Musik. So präsentiert sich Amsterdam. Hier leben die Einheimischen noch in den urigen Hausbooten und wer sich vor Ort fortbewegen möchte, der nutzt kurzerhand die Grachten. Statt auf der Straße, geht es auf den schön angelegten Wasserwegen weiter. Ja ? Amsterdam zeigt sich facettenreich und Amsterdam ist anders!

Amsterdam Erotikmuseum

Das Sexmuseum befindet sich im berühmt berüchtigten Red Light District.

Amsterdam ist anders ? Die Sehenswürdigkeiten hier auch!

Nicht nur in seinem gut ausgebauten Grachten-System zeigt sich die Hauptstadt der Niederlande einzigartig. Auch das Treiben in den einzelnen Stadtvierteln hat seinen ganz eigenen Charme und ein bestimmtes Museum sticht hervor ? der Venustempel! Hier handelt es sich um das älteste Sexmuseum der Welt. Dieses Museum zeigt die Offenheit der Niederländer.

Was hat der Venustempel zu bieten?

Allerhand! Das sei vorab schon verraten. Auf 3 Ebenen wird alles Wissenswerte über die schönste Nebenbeschäftigung der Welt erzählt. Auch die sexuellen Entwicklungen in den verschiedenen Jahrzehnten werden im Venustempel offengelegt. Erotik und Sinnlichkeit hat viele Gesichter, die in diesem einzigartigen Museum in Amsterdam aufgezeigt werden. Ein Besuch lohnt sich für alle Jene, die mit der Freizügigkeit des Lebens viel anfangen können.

Hereinspaziert!

Heißt es für alle Neugierigen ab 16 Jahren. Das Sexmuseum befindet sich direkt im Herzen von Amsterdam und ist vom Hauptbahnhof zu Fuß gut erreichbar. Ein Fußmarsch von etwa 10 bis 15 Minuten ist dafür einzuplanen.

Das Sexmuseum befindet sich in der Damrak 18 in 1012 LH Amsterdam. Der Eintrittspreis beläuft sich auf 4 Euro. Öffnungszeiten sind täglich von 9:30 bis 23:30 Uhr.


Ressourcen

Reserve des KKS Königsbach übertrifft als Zweitliga-Vizemeister die Erwartungen

?Wie vermutet, hatten wir es mit zwei hochkarätigen Gegnern zu tun?, sagte Wüst nach den Wettkämpfen. Der erste Wettkampf gegen den SV Fenken sei spannend bis zum Schluss gewesen. Den entscheidenden Punkt holte letztlich die an Position drei stehende Yvonne Wrobel (386) im Duell mit Gregor Stabel (384). Ebenfalls siegreich waren Bernd Fränkle (394) gegen Markus Abt (387) an Position zwei und Dominic Merz (393) gegen Catharina Westermayer (382) an Position vier. Stefan Duss (390) an Position eins musste sich Kirill Grigorian (394) geschlagen geben. Auch Laura Schreck (381) unterlag ihrem Gegner Dominik Boschenrieder (387). Für sie war es der erste Wettkampf in der 2. Bundesliga. ?Sie hat heute gut geschossen?, lobte Wüst, der sich gut vorstellen kann, sie bei ein paar Wettkämpfen in der kommenden Saison wieder einzusetzen.

Auch im zweiten Duell gegen den SV Schopp ging es denkbar knapp zu: Bernd Fränkle (391) verlor mit nur einem Ring Unterschied gegen Eva Naudsch, Stefan Duss (387) musste sich mit zwei Ringen Differenz Sonja Schäfer geschlagen geben. Deutlicher unterlag Yvonne Wrobel (388) gegen Kai-Thorsten Wagner (392). Siege für die Königsbacher konnten nur Karin Lehmann (388) gegen Gianna Fiola (383) und Dominic Merz (392) gegen Lara Hasenstab (387) verbuchen.

Trotz der knappen Niederlage zeigte sich Trainer Wüst guter Dinge und war zufrieden mit dem Saisonverlauf: ?Unser Ziel war es, die Liga zu halten.? Als Zweitplatzierter habe man das sogar noch übertroffen. Meister in der 2. Bundesliga Südwest wurde das Team aus Schopp, Platz drei belegen die Schützen aus Leingarten.

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Meinungsfreiheit: Das wird man ja wohl noch twittern dürfen

Glaubt man einer eigentümlichen Allianz aus AfD und FDP, Grünen und Linken, von Konzern-Lobbyisten und Netz-Aktivisten, dann ist Deutschland seit ein paar Tagen kein freies Land mehr. Dann herrscht in der Bundesrepublik seit Neujahr Zensur. Dann wird neuerdings die Meinungsfreiheit unterdrückt.

Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes spricht von einer “Gaga-Vorschrift”, AfD-Chef Alexander Gauland von “Stasi-Methoden”, sogar die FAZ schreibt, ein umstrittenes neues Gesetz “hebele die Rechtsstaatlichkeit aus”.

Finstere Zeiten. Oder nicht?

Seit dem 1. Januar 2018 gilt das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz, kurz NetzDG. Es wurde von der letzten großen Koalition auf Betreiben von Justizminister Heiko Maas kurz vor dem Ende der Legislaturperiode in aller Eile beschlossen, um die sozialen Netzwerke zum Kampf gegen Hetze und illegale Inhalte auf ihren Plattformen anzuhalten. Das Gesetz zwingt Twitter, Facebook, YouTube und Co. zu mehr Transparenz, setzt kurze Fristen zum Löschen rechtswidriger Inhalte und droht mit empfindlichen Geldbußen bei Nichtbeachtung. “Offensichtlich rechtswidrige” Inhalte sollen innerhalb von 24 Stunden nach Eingang einer Beschwerde gelöscht werden, “rechtswidrige” innerhalb einer Woche. Was “offensichtlich rechtswidrig” ist, sollen die Netzwerke selbst beurteilen und entscheiden. Die Gesetzgeber denken an Volksverhetzung, schwere Beleidigungen, Mordaufrufe.

Die Meinungsfreiheit schützt auch radikale, hässliche, unpopuläre Ansichten

Falls sie diesen Pflichten nicht nachkommen, drohen Geldbußen bis zu 50 Millionen Euro. Allerdings nicht, wie vielfach behauptet, schon bei Nicht-Löschung eines einzelnen rechtswidrigen Eintrags, sondern nur, wenn die Plattformen den Aufbau eines Beschwerdesystems verweigern oder hintertreiben.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 03/2018. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen.

Seit Neujahr wird daher besonders genau beobachtet, was von den Netzwerken entfernt wird. Und was auch immer die Netzkonzerne entscheiden, es wird nun Heiko Maas zugerechnet. “Bin auf Facebook gesperrt worden”, schrieb etwa Markus Frohnmaier, Chef der AfD-Jugend Junge Alternative, fast triumphierend, “Heiko Maas hat ganze Arbeit geleistet. #Zensurgesetz”. Dass das NetzDG gar keine Sperrung von Accounts oder Profilen vorsieht, interessiert da nicht weiter.

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch, deren Profil am 1. Januar ebenfalls vorübergehend gesperrt wurde, weil sie auf Twitter von “muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden” geschrieben hatte, greift Justizminister Maas frontal an: “Er zielt mit seinem Gesetz darauf ab, das Meinungsspektrum in der deutschen Gesellschaft zu beschneiden. Aber er hat unterschätzt, dass so etwas in Deutschland nicht gut ankommt. Die Meinungsfreiheit ist das wichtigste Grundrecht in einer freiheitlichen Demokratie, man kann sie nicht eingrenzen.”

Richtig daran ist, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland eine herausragende Funktion besitzt; das Bundesverfassungsgericht hat sie immer wieder als “schlechthin konstituierend” für die Demokratie bezeichnet und betont, dass sogar Meinungen geschützt sind, “die auf eine grundlegende Änderung der politischen Ordnung zielen.”

Ja, die Meinungsfreiheit schützt auch radikale, hässliche, unpopuläre Ansichten. Einigen Politikern fehlt dafür mitunter das Bewusstsein. Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) schrieb im Hinblick auf die einwanderungskritischen Thesen von Thilo Sarrazin: “Meinungsfreiheit schützt man nicht, wenn man alles sagen darf.” Und die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Eva Högl, sagte in einem Radiointerview: “Man möchte doch diese ekelhaften Dinge nicht länger im Netz sehen.”

Schon wahr, das NetzDG wirft fundamentale Fragen nach der Meinungsfreiheit und ihren Grenzen in Zeiten der digitalen Kommunikation auf. Nur eben völlig anders, als die AfD-Kampagne glauben machen will.

Als dann vor wenigen Tagen auch noch ein Tweet des Satiremagazins Titanic gesperrt wurde, schien die Sache klar: Die Netzwerke liefen Amok, sie löschten vorsorglich lieber zu viel als zu wenig.

Vor solchen Überreaktionen, dem sogenannten overblocking, hatten Kritiker des Gesetzes früh gewarnt. Die sozialen Netzwerke könnten versucht sein, mehr zu tilgen als nötig, um eventuellen Bußgeldern zu entgehen. Und könnte es nicht sein, dass jetzt besonders eifrig gelöscht wird, um Stimmung gegen das Gesetz zu machen? Facebook bestreitet das ausdrücklich. Man verfolge “keine Strategie, im Zweifel mehr als notwendig zu löschen. Wir arbeiten hart daran, das Gesetz nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen”, erklärte eine Sprecherin.

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iPhone 8: Bei Kälte verweigert der Blitz seinen Dienst

Das iPhone 8 ist ? das steht außer Frage ? grundsolide, hat gute Kameras und läuft doppelt so schnell wie das Samsung Galaxy S8. Jedoch lässt Apple Innovationen vermissen. Beim Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis hat sich seit dem iPhone 6 kaum etwas getan und die Dual-Kamera ist nach wie vor dem Plus-Modell vorbehalten. Wer ein innovatives Smartphone möchte, muss wohl oder übel zum iPhone X von Apple greifen. Wer ein solides und schnelles Gerät mit iOS möchte, liegt allerdings nach wie vor beim aktuellen Apple-Smartphone goldrichtig: Das Gerät ist hochwertig verarbeitet, die neue Glasrückseite wirkt edel und ? wie bereits erwähnt ? können sich auch die Foto-Ergebnisse sehen lassen.

Pro

  • Gute Kamera
  • Scharfes Display
  • Hohe Performance
  • Schnell- und Drahtlosladen

Kontra

  • Keine Dual-Kamera
  • Durchschnittlicher Kontrast
  • Kein Schnelllade-Netzteil im Lieferumfang
  • Minimal geringere Laufzeit als iPhone 7

Testnote der Redaktion

2,00

gut

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Sage und schreibe drei iPhone-Modelle hat Apple 2017 herausgebracht. Und während das iPhone X den größten Wow-Effekt und das iPhone 8 Plus das größte Gehäuse hat, bleibt dennoch auch das normale iPhone 8 spannend. Denn: Auch hier findet man die meisten technischen Neuerungen der 2017er-iPhone-Flotte ? und das in einem handlichen Gehäuse und zu einem vergleichsweise niedrigen Preis. COMPUTER BILD hat das iPhone 8 im Labor auf Herz und Nieren getestet. Außerdem finden Sie hier alle Infos zu technischen Daten, Preis, Farben und Release.
» Apple iPhone X, 8 (Plus) vorbestellen bei Telekom, O2, Vodafone

iPhone 8: Design und Display

Bildschirm iPhone 8 iPhone 8 Plus © COMPUTER BILD

Jetzt auch mit True Tone: Nach dem iPad Pro sollen jetzt auch das iPhone 8 und iPhone 8 Plus mit Apples True-Tone-Funktion Farben je nach Umgebungslicht möglichst natürlich anzeigen.

Drei Jahre lang begnügte man sich in Cupertino mit dem iPhone-6-Design, führte in dieser Zeit nur winzige Änderungen durch. Kein Wunder, dass das Android-Lager Geräte mit deutlich modernerem Aussehen bot. Schon die Vorderseite des iPhone 7 zeigte vergleichsweise anteilig recht wenig Display, dafür oben und unten einen dicken Gehäuserand. Zumindest im neuen Premium-Gerät iPhone X ändert sich das nun. Das frische Top-Modell kommt nahezu ohne Rand aus und verzichtet deshalb etwa auf den Fingerabdrucksensor. Beim iPhone 8 bleibt weitestgehend alles beim Alten ? möglicherweise ein Grund für das zum Start offenbar verhaltene Käuferinteresse: Die neue Version ist quasi die ?S?-Variante des iPhone 7. Den Zusatz streicht Apple in diesem Jahr einfach aus seinem Katalog und springt direkt auf die nächsthöhere Zahl. Das iPhone 8 ist mit 138,4×67,3×7,3 Millimetern minimal größer als das iPhone 7 und wiegt mit 148 Gramm gut 10 Gramm mehr als der Vorgänger. Anders als beim iPhone 7 besteht die Rückseite des iPhone 8 aus Glas ? die sieht edel aus und das Gerät liegt angenehm in der Hand. Auf der Vorderseite sitzt neben dem Frontlautsprecher ein weiteres Mikrofon.

35 Bilder

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iPhone 8: Display im Detail

Das Display des iPhone 8 ist 4,7 Zoll groß und bietet die bekannte Retina-Auflösung (1334×750 Pixel). Auch wenn Apple die gleichen Kontrastwerte für das iPhone 7 und iPhone 8 angibt, zeigen die Laborwerte: Das iPhone 8 hat mit 1154:1 einen höheren Kontrast als das iPhone 7 (900:1). Insgesamt ist dieser auf dem Smartphone-Markt allerdings nur durchschnittlich, so hat das Samsung Galaxy Note 8 einen Kontrastwert von 17034:1 aufgrund des verbauten AMOLED-Bildschirms. Ein ähnliches Bildschirmsystem wie beim Note 8 kommt beim iPhone X zum Einsatz ? entsprechend sollten hier die Kontrastwerte im Vergleich zum iPhone 8 und iPhone 8 Plus drastisch besser ausfallen und ein sattes Schwarz bieten. Bei der Farbtreue hat sich ebenso etwas getan: Statt 98 (iPhone 7) erreicht das iPhone 8 98,2 Prozentpunkte. Wie das iPad Pro stattet Apple das iPhone 8 mit dem True-Tone-Display aus, das Farben noch natürlicher darstellen soll. Die Gesamtnote des iPhone-8-Bildschirms liegt bei 1,95.

iPhone 7, iPhone 8, Huawei und Samsung im Blitz-Vergleich © COMPUTER BILD

Im COMPUTER BILD-Test wurden verschiedene Smartphones 15 Minuten bei 7 Grad im Kühlschrank aufbewahrt. Anschließend wurde im Dunkeln bei aktivierter Blitzfunktion in der Kamera-App ein Foto geschossen.

iPhone 8: Blitz versagt bei Kälte

Die ersten Beschwerden kamen schon vor Weihnachten, doch erst jetzt wurde klar: Der Blitz im iPhone 8 mag die Kälte nicht. Ist es für einige Zeit niedrigen Temperaturen unter etwa 7 Grad ausgesetzt, funktioniert der Blitz anschließend nicht mehr. Entsprechende Berichte gibt es unter anderem im Apple-Support-Forum. COMPUTER BILD wollte der Sache auf den Grund gehen und hat eine Reihe von Smartphones für 15 Minuten in den Kühlschrank (7 Grad) gelegt. Anschließend wurde in der Kamera-App der Blitz aktiviert und ein Foto im Dunkeln geschossen. Ergebnis: Während bei iPhone 7 Plus, Samsung Galaxy S8, Huawei Mate 9 und OnePlus 5T wie gewünscht ein Foto mit aktivierter Blitz-Beleuchtung gemacht werden konnte, blieb der Blitz beim iPhone 8, 8 Plus und iPhone X dunkel! Immerhin: Nach rund 30 Sekunden in warmer Umgebung, etwa in der Hosentasche, funktionierte der Blitz wieder wie gewünscht. Das bedeutet: Wer sein iPhone im Winter nicht direkt am Körper bei sich trägt, kann Fotos mit Blitz an kalten Tagen vergessen. Erstaunlich: Laut Apple sollte das iPhone bei Temperaturen über null Grad funkionieren, genauer im vorgesehenen Betriebstemperaturbereich zwischen zwischen 0 ºC und 35 ºC, wie Apple in einem Support-Dokument mitteilt.

iPhone 8-Kamera im Test

Kamera iPhone 8 © COMPUTER BILD

Beim iPhone 8 bleibt es bei einer einzelnen Linse ? doch bereits im iPhone 7 konnte das Apple-Smartphone mit guten Fotos selbst bei schlechten Lichtverhältnissen überzeugen.

Trotz gleich gebliebener 12-Megapixel-Auflösung hat sich die Kamera verändert, bietet etwa einen größeren Fotosensor. Dank des schnellen A11-Chips erkennt die Kamera zudem Bewegungen, Beleuchtungsverhältnisse und Gesichter schon vor der Aufnahme und passt die Foto-Einstellungen entsprechend an. Das Ergebnis überzeugt: Bei Tageslicht liefert das iPhone 8 im Test eine deutlich bessere Fotoqualität. Bei wenig Licht ist die Kamera immerhin genauso ordentlich wie beim iPhone 7. Foto-Fans aber sollten zum Plus-Modell greifen, denn nur hier gibt es die Dual-Kamera mit Tele-Objektiv. Auf den optische Zoom muss das iPhone 8 also verzichten ? genau wie auf mit der Dual-Kamera zusammenhängende Funktionen wie den Portrait-Fotomodus sowie Tiefenschärfe-Effekte. Insgesamt bringt es das iPhone 8 auf eine Teil-Note von 2,35 bei Tageslicht ? das iPhone 7 bekam eine 2,68. Auf Wunsch filmt das Smartphone in 4K ? wahlweise mit 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde. Zeitlupenvideos nimmt es mit 240 Bildern in Full-HD-Auflösung auf ? beim iPhone 7 war dies nur mit einer 720p-Auflösung möglich. Die Videoaufnahmen konnten in Sachen Schärfe im Labortest überzeugen: Die abgefilmten Linienpaare weisen keine Ungenauigkeiten auf ? das Bild ist also knackscharf. Insgesamt bringt es das iPhone 8 auf eine Kamera-Note von 2,26.

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iPhone 8: Prozessor, Benchmarks und Speicher

Wie bei den vorangegangenen S-Versionen setzt Apple beim iPhone 8 in erster Linie auf ein Prozessor-Upgrade. So hält der neue A11-Bionic-Chip zusammen mit einem hauseigenen Grafikprozessor Einzug im Smartphone. Dass das neue iPhone schneller ist, war schon kurz nach der Vorstellung klar. Der COMPUTER BILD-Labortest zeigt: In Sachen Performance schlägt das iPhone 8 Samsungs Galaxy S8 deutlich. So ist es insgesamt doppelt so schnell, was sich nicht nur in Benchmark-Werten nachweisen lässt, sondern auch spürbar im Praxis-Test beim Öffnen von Apps, der Reaktionsgeschwindigkeit beim Bedienen, aber auch dem Bearbeiten von Fotos und Videos sowie weiteren Faktoren auffällt. Ergebnis: Das iPhone 8 kassiert beim Bedientest mit einer Note von 1,69 ein sehr gutes Ergebnis.

iPhone 8: Akku und Laufzeit

Große Überraschung: Beim iPhone 8 ist der Akku im Vergleich zum iPhone 7 nicht etwa größer, sondern kleiner ausgefallen. So stattet Apple sein aktuelles 4,7-Zoll-Smartphone mit einem 1.821-Milliamperestunden-Akku aus, beim Vorgänger waren es noch 1.960 Milliamperestunden. Das Ergebnis verändert die Akkulaufzeit nicht drastisch, allerdings läuft das iPhone 8 in der Tat etwas kürzer als das iPhone 7. So ermittelte der Labor-Test eine Laufzeit von 10 Stunden und 36 Minuten bei typischer Nutzung und 30 Stunden und 50 Minuten bei geringer Nutzung. Beim iPhone 7 lagen diese Werte noch bei 10 Stunden 57 und 32 Stunden und 2 Minuten. Das verschlechtert die Akku-Note um 0,09 Notenpunkte, so bringt es das iPhone 8 auf eine Akku-Note von 2,79. Besonders: Apples neues Smartphone lässt sich erstmals drahtlos laden. Praktisch: Apple setzt auf den gängigen Qi-Ladestandard ? damit sind Freunde des drahtlosen Ladens nicht auf die Apple-eigenen Ladestationen eingeschossen und das Laden klappt auch an den immer häufiger vertretenen Drahtlos-Ladestationen in Cafés und hippen Schnellrestaurants. Ladestationen gibt es zudem von diversen Herstellern wie IKEA, Belkin und Mophie.

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Schnelles Laden kostet 88 Euro Aufpreis

iPhone 8 iPhone 8 Plus Drahtlos-Ladestation © COMPUTER BILD

Jetzt auch ohne Kabel am Smartphone, dafür mit Kabel an der Ladestation: Das iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich drahtlos laden. Schnellladen geht allerdings nur per Lightning-Kabel.

Das iPhone 8 verfügt wie das iPhone 8 Plus und das iPhone X über eine Schnellladefunktion. Dem Lieferumfang liegt dennoch weiterhin ein 5-Watt-Netzteil bei. Damit lässt sich das iPhone 8 nicht schnell aufladen ? das klappt nur mit Zubehör: Apple empfiehlt denselben 29-Watt-USB-C-Power-Adapter (Preis: 59 Euro), mit dem man auch das MacBook lädt. Mit dem Adapter allein ist es aber noch nicht getan: Zusätzlich benötigt man ein USB-C-Lightning-Kabel, das weitere 29 Euro kostet. Damit geben Apple-Kunden für die Schnellladefunktion zusätzlich 88 Euro aus, wenn sie das Apple-Zubehör kaufen. Zum Vergleich: Bei den meisten neuen Mittel- und Oberklasse-Smartphones mit Android-Betriebssystem enthält der Lieferumfang die passenden Schnelllade-Netzteile und -Kabel.

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Test: Laden auch günstige Netzteile schnell?

Laut Apple sollen zum Schnellladen auch andere USB-Typ-C-Netzteile geeignet sein, sofern sie den Power-Delivery-Standard via USB-Typ-C beherrschen. COMPUTER BILD hat eine Reihe von im Handel verfügbaren USB-C-Netzteilen getestet. Ergebnis: Praktisch alle Geräte ermöglichten eine ähnlich schnelle Ladedauer wie das Original-Zubehör von Apple: Nach spätesten 2 Stunden und 14 Minuten war das iPhone 8 vollständig geladen, nach etwa einer halben Stunde war der Akku halb gefüllt. Am schnellsten lud das PowerPort+1 24 W (aktuell 16,99 Euro) von Anker: Hier war das iPhone 8 bereits nach 1:54 Stunden geladen, während es mit dem 29-Watt-Netzteil von Apple 2:14 Stunden dauerte (Stunden:Minuten).

iPhone 8: Konnektivität, Empfangs- und Sprachqualität

Das iPhone 8 kommt mit dem USB-Standard 2.0, das macht Dateiübertragungen auf den Mac oder Computer etwas zäh ? was sich aber noch verschmerzen lässt. Zum in die Jahre gekommenen USB-Standard ist das neue Bluetooth 5.0 an Bord ? beim iPhone 7 war es noch der 4.2-Standard. Die NFC-Schnittstelle erhält einen Lesemodus, damit ist der Weg offen für Drittanbieter, die endlich Zugang auf den NFC-Chip erhalten. Bislang klappte die Ortung über GPS und GLONASS, nun sind auch die Ortungsdienste Galileo und QZSS verfügbar. Und mit WLAN-Netzen auf 2,4 GHz als auch 5 GHz geht das iPhone 8 ebenso hervorragend um wie mit LTE, das sogar bis zum Standard CAT 12 läuft. Der ist zwar noch nicht in Deutschland angekommen, bringt aber Werte von bis zu 600 Megabit pro Sekunde im mobilen Internet. Sprach- und Empfangsqualität liegen auf aktuell gängigem Niveau ? Sprachunterbrechungen, die nicht etwa von schlechtem Empfang rühren, sind daher mit dem iPhone 8 nicht zu befürchten. Auch funktioniert die neue HD-Voice-Telefonie und das Gegenüber versteht Sie mit dem iPhone 8 klar und deutlich. Allerdings gibt es Smartphones, die bei der Sprachqualität bessere Ergebnisse erzielen, zum Beispiel das Samsung Galaxy Note 8. Das hat eine Sprachqualitätsnote von 2,02 ? das iPhone 8 bringt es auf 2,42.

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iPhone 8: Lohnt das Update?

Frontseite iPhone 8 © COMPUTER BILD

Wenig Neues auf der Frontseite: Apple bleibt seiner Designsprache treu ? sowohl beim iPhone 8 (hier im Bild) als auch beim iPhone 8 Plus.

Für wen aber lohnt sich der Kauf des iPhone 8? Im Vergleich zum Vorgänger iPhone 7 punktet es vor allem mit einem deutlich leistungsfähigeren Prozessor, mehr Speicherplatz (je nach Version) sowie schnellem und drahtlosem Laden. Ansonsten sind die Differenzen nicht dramatisch: Display, Kamera und Design unterscheiden sich leicht (zum Guten) und der neue A11-Prozessor ist schneller, aber: In Sachen Prozessorleistung gehört das iPhone 7 keineswegs zum alten Eisen. Wer bislang mit seinem iPhone 7 zufrieden war und etwa kabelloses Laden nicht benötigt, für den lohnt sich das Update nicht. Anders schaut es bei Nutzern eines iPhone 6S oder gar iPhone 6 aus: Da ergibt der Kauf deutlich mehr Sinn, da der Prozessor nicht mehr der schnellste ist. Aus Software-Sicht lohnt sich ein Upgrade ebenso: Der leistungsstärkere Prozessor des iPhone 8 bietet mehr Potenz für iOS-Aktualisierungen, die mehr Leistung brauchen und alte iPhones überfordern.

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iPhone 8: Preis, Release, Farben

Der Kauf des iPhone 8 ist bereits möglich ? auch Provider wie die Telekom, Vodafone und O2 bieten das Gerät bereits zum Kauf mit und ohne Vertrag an. Dabei ist die Verfügbarkeit der Apple-Handys vergleichsweise gut. Starke Engpässe wie in den letzten Jahren zeichnen sich noch nicht ab. Das iPhone gibt es in Varianten mit 64 und 256 Gigabyte Speicherplatz. Für die kleine Version verlangt Apple 799 Euro und für das Modell mit mehr Speicher 969 Euro. Das iPhone 8 ist in Silber, Grau und Gold erhältlich.

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hier Meinung dazu interessant

Web-IDE: Orion 15 hat einen verbesserten Node.js-Server

(Bild: ASA/JPL-Caltech/D. Barrado y Navascués (LAEFF-INTA))

Bald soll der Node.js- den derzeitigen Java-Server als bevorzugte Implementierung ablösen. Außerdem hat das Team den Fokus auf bessere Bedienung mit der Tastatur gelegt und die Assistenten für CSS, HTML, JavaScript und Docker erweitert.

Das Orion-Team hat Version 15 der Cloud-IDE von Eclipse veröffentlicht. Der wesentliche Fokus lag diesmal auf der Serverseite, genauer auf der Node.js-Implementierung. Diese ist wohl jetzt deutlich stabiler und enthält inzwischen alle Features, die auch der Java-Server bietet. Die Node.js- soll bald die Java-Variante als bevorzugte Server-Implementierung ablösen.

Aber auch auf der Clientseite gibt es einige Neuerungen. So soll vor allem die Bedienung über die Tastatur durchgängig besser sein. Unter anderem zeigen alle Elemente ein Fokusrechteck, wenn Nutzer sie mit der Tabulatortaste anwählen. Außerdem lässt sich die F2-Taste verwenden, um Tooltips anzuzeigen und zu fokussieren. Mehr als Bugfix zu betrachten ist, dass die Tabulatortaste nun in modalen Dialogen korrekt funktioniert. Für das codeEdit-Widget, das sich in andere Webseiten einbinden lässt, können Nutzer nun die Tastaturbelegung individuell anpassen.

Entwickler dürfen ihre Dateien nun in mehreren Workspaces organisieren und so für jedes Repository einen eigenen Arbeitsbereich nutzen. Allerdings bietet Orion zumindest im aktuellen Release Endanwendern keine Möglichkeit, mehrere Workspaces anzulegen und zu verwalten. Der kontextsensitive Assistent bringt weitere Funktionen für unterschiedliche Dateien, unter anderem für CSS-Attribute und Docker-Skripte. Für HTML- und JavaScript-Dateien zeigt er als deprecated (überholt) gekennzeichnete Elemente in der Auswahlliste zwar weiterhin an, markiert sie aber gesondert.

Das als deprecated gekennzeichnete Element erscheint in der Auswahlliste durchgestrichen.Bild: Eclipse

Weitere Details wie eigene Themes und die Anzeige von JavaScript-Projektinformation lassen sich der offiziellen Ankündigung und Vorstellung entnehmen. Seit April befindet sich der Quellcode von Orion auf GitHub, in separaten Repositorys für den Client, den Java- und Node.js-Server. Das Repository für die Electron-App ist derzeit noch leer. (rme)

Meinst du das? einzige

Darknet-Marktplatz AlphaBay seit Tagen offline

Ist es ein Exit Scam? Es wirkt so, all seien die Betreiber des Untergrund-Marktplatzes AlphaBay mit dem Geld der Verkäufer und Kunden getürmt. Oder sind sie untergetaucht, weil ihnen Ermittler auf der Spur sind?

Einer der größten Marktplätze für illegale Güter im sogenannten Darknet, das Portal AlphaBay, ist seit Tagen nicht zu erreichen. Gerüchten zufolge haben Administratoren des Forums Fehler begangen und so ihre Identität Händlern gegenüber verraten. Das soll sie dazu bewogen haben, Bitcoins aus dem Markt abzuziehen und die Seite abzuschalten. Kenner der Szene halten es für unwahrscheinlich, dass die Administratoren sich nach tagelanger Offline-Zeit des Marktes noch einmal melden.

Handelt es sich um einen Exit Scam?

Ob es sich beim Verschwinden des Marktplatzes um einen sogenannten Exit Scam handelt ? so wird es genannt, wenn Administratoren sämtliche Wallets des Marktplatzes plündern und mit dem Geld der Verkäufer und Kunden abhauen ? ist nicht bekannt. Beobachter vermuten dies aber, weil anscheinend Teile der im System befindlichen Bitcoins und anderer Kryptowährungen abgezogen wurden. Andere Beobachter wiederum meinen, dass zu wenig Geld aus dem System verschwunden ist, als dass es sich um einen Exit Scam handeln könne. Vielleicht wurden die Admins auch von Ermittlungen im Umfeld von Darknet-Marktplätzen verschreckt.

AlphaBay scheint nicht der einzige große Untergrundmarktplatz zu sein, bei dem es momentan Probleme gibt. Auch bei Valhalla brodelt es wohl, es finden dort wohl keine Auszahlungen an Händler mehr statt. Viele der Händler von AlphaBay und Valhalla scheinen zu anderen Marktplätzen zu migrieren, etwa dem Dream Market oder dem Untergrundforum Hansa. In Folge dessen werden diese Seiten Beobachtern zu folge geradezu mit Anmeldungen überschwemmt und sind deswegen selbst kurzzeitig offline oder haben eine Sperre für Neuanmeldungen erhoben.

Ein Marktplatz unter vielen

Untergrundmarktplätze dieser Art finden sich vor allem als Hidden Service im Tor-Netz. Sie tauchen aber auch immer mal wieder im öffentlich erreichbaren Netz auf, oft als gut versteckte Members-Only-Foren. Melden Ermittlungsbehörden einen Schlag gegen eine solche Seite, schießen meist zwei neue in den darauf folgenden Wochen aus dem Boden. Wie der Handel auf solchen Marktplätzen funktioniert, können Sie im kostenlosen Artikel “Schwarzmarkt Deutschland” aus c’t 13/2016 nachlesen. (fab)

=>KLICK<= aktuelle Nachrichten

Facebook: “Wir retten hier Leben!!!”

Inhalt

  1. Seite 1 ? “Wir retten hier Leben!!!”
  2. Seite 2 ? “Was wir uns ansehen, das müssen andere nicht ertragen”

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Zweieinhalb Stunden dauert es, bis dieser eine Satz fällt. “Wir retten hier Leben!!!” Eine Frau stößt ihn aus, sie ist Mitte dreißig und arbeitet in Berlin für den Facebook-Konzern. Einen Moment lang wirken die Ausrufezeichen noch nach. Füllen den Raum. Aber da hat sich die Frau schon wieder zurückgelehnt, sich zurückgenommen. Ihre dunklen Locken wippen nicht mehr. Sie spricht ja mit der Presse.

Es ist nicht unbedingt zu erwarten, dass es einen ungeschützten, einen wahrhaftigen Moment gibt, wenn Konzerne zu offiziellen Terminen einladen. Da ist alles vorbereitet, der Zeitplan ist eng, die Rollen sind verteilt. Am vergangenen Montag waren fünf Pressesprecher und -sprecherinnen anwesend, um vier Journalisten zu betreuen. Eine Sprecherin war eigens aus London eingeflogen, um zu beobachten, was die Journalisten beobachten, wenn einige Mitarbeiter über ihre Arbeit für Facebook sprechen.

Der Wir-retten-hier-Leben-Satz kam trotzdem ziemlich authentisch rüber, und das hat eine Vorgeschichte, die unbedingt dazugehört. Sie macht diesen Augenblick glaubwürdig, erklärt viel und am Ende auch, warum die Frau nicht sagt, wie sie heißt.

Facebook betreibt in Berlin-Spandau seit zwei Jahren ein sogenanntes Community Management Center, und die besagte Frau ist eine von 650 Angestellten, die bewerten, was Nutzer auf der Plattform finden und als anstößig melden. Die Prüfer sehen täglich Hetze, oft Tierquälereien, immer wieder Kinderpornografie und Foltervideos. Dann drücken sie die Löschtaste und sperren Konten, um Nutzer zurückzudrängen, die Facebook als Bühne für verbale und visuelle Gewalt benutzen.

Weit schwieriger ist es, wenn Menschen ungehobelt und grob miteinander umgehen, wenn mit dem einen die Wut durchgeht ? und mit dem anderen die Trauer. Wie viel Freiraum gibt es dafür? Und ab wann verstößt es gegen die Benimmregeln, die sich Facebook gegeben hat? Die 650 Mitarbeiter ziehen auch da eine Grenze. Sie sind die Handelnden einer neuen Bewusstseinsindustrie. Denn was auf Facebook als unsagbar gilt, sickert ins Alltagsgedächtnis der Gesellschaft, hat prägenden Einfluss, bei manchem vielleicht mehr als die Schule.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 29/2017. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen.

Zwei Jahre lang hat sich Facebook geweigert, Journalisten hier zuschauen zu lassen. Doch dann klingelte vergangene Woche das Telefon. Ob noch Interesse bestehe?

Zweifellos hängt dieser Anruf damit zusammen, dass Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gerade sein Anti-Hatespeech-Gesetz durch den Bundestag gebracht hat. Ende Juni wurde es verabschiedet. Im Oktober tritt es in Kraft. Es verlangt von sozialen Netzwerken, offensichtlich strafbare Postings binnen 24 Stunden zu löschen. Strittige Fälle sollen nach sieben Tagen entschieden sein. Nutzer können sich bei öffentlichen Stellen Rat holen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.

Deshalb kommt es Facebook nun gelegen, zu zeigen, was die eigenen Mitarbeiter längst schon tun. Wie gut sie es tun. Zumal in den vergangenen Monaten eine Entwicklung zu erkennen war. Lagen die Löschquoten vor einem Jahr ziemlich niedrig, ergaben unabhängige Tests im Auftrag der EU-Kommission kürzlich: Das soziale Netzwerk liefert steigende Lösch- und sinkende Fehlerquoten. Eine Entscheidung über ein Posting fällt bereits überwiegend binnen 24 Stunden. In über 80 Prozent der Fälle sind die externen Tester mit den Ergebnissen einverstanden. Das liegt recht nahe an dem, was Heiko Maas ins Gesetz geschrieben hat.

Facebook hat auf Maas? Gesetz reagiert. Man löscht nun schneller ? und häufiger

Der Berliner Facebook-Standort ist einer von zehn auf der ganzen Welt, die sich ums Löschen kümmern. Facebook lässt ihn von einem deutschen Unternehmen betreiben, der Arvato. Die Firma bietet Callcenter, Online-Foren und Hotlines. 60.000 Mitarbeiter nehmen bei Arvato Beschwerden entgehen. Sie lassen Nörgler abblitzen und lösen Probleme. Sie wickeln Zahlungen ab und organisieren Kundenbindungsprogramme ? etwa für die Lufthansa. Versprechen zu erfüllen, die andere Unternehmen geben, das ist Arvato.

Facebook entschied sich im Jahr 2015 für den Dienstleister, und Arvato mietete sich daraufhin im Turm der alten Siemens-Stadt in Spandau ein. Auf dem Gelände baute Siemens früher einmal Messgeräte, Elektromotoren und Dynamos. Doch das ist lange her. Nun breitet sich Arvato aus, die Zahl der Angestellten, die für Facebook arbeiten, steigt weiter, auch der Vertrag soll um mehrere Jahre verlängert werden. Deshalb wurde kürzlich ein nahegelegener Bau übernommen und renoviert.

Das neue Community Management Center steht in einem Gewerbegebiet. Rund ums Haus liegen Sand und Schutt, im Treppenhaus kleben noch nicht alle Fliesen an ihrem Platz. Hier gibt es vier Etagen mit Großraumbüros. Je 60 Menschen teilen sich eine Fläche, die “Studio” heißt. Aber es ist nicht eng. Die Büros erinnern nicht an Karnickelställe wie in so manchem Callcenter, sondern sind licht und großzügig eingerichtet. An den Tischen im vierten Stock arbeiten Heavy-Metal-Fans, bei denen “Wacken 2017” auf dem T-Shirt steht, neben älteren Damen; graubärtige Herren, die an Peter Lustig, einstige Hauptperson der Kinderserie Löwenzahn, erinnern, sitzen zwischen jungen Männern und Frauen, die noch keine 30 sind und zur Berlin-Mitte-Szene gehören könnten.

hierher beste Website

Systemd-Entwickler wollen die “0day”-Lücke nun doch schließen

Eigentlich sei alles, wie es sein soll, hieß es. Das mehr als fragwürdige Verhalten beim Systemstart von Linux sei völlig in Ordnung. Doch dann kam ein riesiger Shitstorm und selbst Linus Torvalds zeigte sich unzufrieden. Jetzt gibt es einen Patch.

Systemd ist der für den Start eines Linux-Systems verantwortliche Prozess. Wenn er einen Dienst mit den eingeschränkten Rechten eines Benutzers starten soll, dessen Name wie “0day” mit einer Ziffer beginnt, entscheidet er sich stattdessen, diesen mit Root-Rechten auszuführen. Nutzernamen mit Zahlen am Anfang seien verboten, rechtfertigte der Systemd-Architekt Lennart Poettering das schräge Verhalten und schloss den Fehlerbericht mit “not-a-bug”. Jetzt ändern die Entwickler das Verhalten aber anscheinend doch.

Zwischenzeitlich gab es lautstarken Protest, bösen Spott und schließlich sogar einen zynisch, frustrierten Seitenhieb von Linus Torvalds himself: “Das kommt wohl zum Großteil daher, dass ich ‘init’ nicht mehr vertrauen kann, das offensichtlich Vernünftige zu tun. Ihr wisst wohl alle, warum”, erläuterte er eine Entscheidung ohne direkten Bezug zu Systemd auf der Linux-Kernel-Mailing-Liste. Unterdessen hat das schräge Systemd-Verhalten auch eine eigene Nummer auf der Schwachstellen-Liste Common Vulnerabilty Enumeration erhalten (CVE-2017-1000082).

Patch in Sicht

Der Systemd-Entwickler Zbigniew J?drzejewski-Szmek hat nun vor vier Tagen einen Patch namens “Refuse to load some units” vorgeschlagen, der das Verhalten ändert. Er führt dazu, dass Fehler in bestimmten, kritischen Konfigurationsanweisungen den Start eines Dienstes ganz verhindern. Dazu gehört explizit auch die “User”-Option; enthält die einen ungültigen Benutzernamen, wird der Start des zugehörigen Dienstes verweigert statt wie bisher nur die limitierende User-Option zu ignorieren. Der Patch hat zwar im Bug-Tracker keinen direkten Bezug zum abgewiesen “0day”-Bug-Report, trägt aber in der Beschreibung den Hinweis “Fixes #6237”. Ob er tatsächlich angenommen wird, ist noch offen; Lennart Poettering hat sich bisher nicht dazu geäußert.

Update: 11.07.2017, 13:44 Uhr

Lennart Poettering zeigt sich mit dem vorgeschlagenen Patch weitgehend einverstanden. Er regt lediglich an, die drei Parameter PrivateTmp=, PrivateNetwork= und PrivateUsers= von der Prüfung auszunehmen. Die seien für das Sandboxing von Diensten vorgesehen und erforderten eventuell etwas mehr Flexibiltät. Damit steht einer Umsetzung wohl nichts mehr im Weg. (ju)

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Staatstrojaner: Lieber verwanz’ ich als G20

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Bundesrat die Änderungen der Strafprozessordnung passieren lassen, mit denen der Einsatz von Staatstrojanern zur Strafverfolgung legitimiert wird. Der federführende Innenausschuss hatte erwartungsgemäß keine Bedenken gegen den Entwurf, schließlich hatten die Innenminister der Länder die polizeiliche Lizenz zum Hacken von Computern und Smartphones explizit gefordert.

Sobald die Änderungen in Kraft treten, dürfen Ermittler solche “informationstechnischen Systeme” von Verdächtigen und auch anderen Personen infiltrieren. Im Rahmen der Quellentelekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) können sie dann zum Beispiel standardmäßig verschlüsselte WhatsApp-Chats mitlesen, indem sie einzelne Nachrichten vor Verschlüsselung beziehungsweise nach dem Entschlüsseln erfassen. Mit der Onlinedurchsuchung können sie die von ihnen gehackten Geräte nun auch komplett ausspionieren (was die geänderten Paragrafen der StPO im Einzelnen bedeuten, erklären wir hier ausführlich).

Wie heise online berichtet, wurden Bedenken des mitberatenden Verbraucherausschusses nicht berücksichtigt. Der hatte empfohlen, den Vermittlungsausschuss anzurufen, um “die Regelungen zur Onlinedurchsuchung und Quellentelekommunikationsüberwachung zu streichen”.

Online-Überwachung

Bei der Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) wird auf einem Computer ein Überwachungsprogramm installiert. Dieses schneidet Kommunikation vor der Verschlüsselung mit und übermittelt diese vom Nutzer unbemerkt an die Ermittler. Bei der Quellen-TKÜ darf nur die laufende Kommunikation (zum Beispiel Skype-Gespräche oder WhatsApp-Chats) überwacht werden. “Ruhende” Dateien auf dem Computer dürfen nicht kopiert werden, ebenso wenig dürfen Screenshots gemacht werden.

Die Onlinedurchsuchung geht über eine einfache Quellen-TKÜ hinaus. Ein heimlich installierter Trojaner durchsucht dabei den Rechner eines Verdächtigen auf zweifelhafte Dateien ? ganz egal welche. Eine solche Onlinedurchsuchung greift erheblich in die Grundrechte der Betroffenen ein. Daher hat das Bundesverfassungsgericht sie nur in absoluten Ausnahmefällen genehmigt: bei Gefahr für Leib und Leben oder staatsbedrohender Kriminalität.

So wie auch viele IT-Sicherheitsexperten befürchtet der Ausschuss, dass die im Gesetz vorgesehenen Befugnisse “zu einer massiven Schwächung der IT-Sicherheitsinfrastruktur und damit auch zu einer Gefährdung der Nutzerinnen und Nutzer informationstechnischer Systeme beitragen kann”.

Denn um ein Gerät hacken zu können, müssen Strafverfolger eine Schwachstelle in der Hard- oder Software kennen und ausnutzen. Solang sie diese Schwachstelle nicht dem Hersteller melden, bleiben alle Geräte desselben Typs verwundbar, auch für kriminelle Hacker. Was im Extremfall passiert, wenn eine Behörde lieber Sicherheitslücken hortet, statt sie offenzulegen, hat in den vergangenen Monaten die NSA eindrucksvoll vorgemacht. Mächtige Hackerwerkzeuge und -methoden, die dem US-Geheimdienst abhandengekommen waren, wurden erst für die WannaCry-Ransomware-Kampagne und zuletzt für einen massiven Angriff in der Ukraine verwendet.

Das Bundeskriminalamt besitzt bereits mindestens eine selbst programmierte einsatzbereite Überwachungssoftware. Weitere Varianten können die Behörden allein oder irgendwann auch zusammen mit der neuen Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) entwickeln ? oder von spezialisierten Unternehmen kaufen. 

Manche Sicherheitslücken sind sechsstellige Summen wert

Auf dem freien Markt sind solche Exploits genannten Programme mitunter teuer, insbesondere wenn sie gegen Apples Betriebssystem iOS eingesetzt werden können. Die Verkäufer verdienen so gut daran, dass sie einem Bericht von Motherboard zufolge wenig Lust haben, sich an Apple zu wenden. Das Unternehmen belohnt die Meldung von Sicherheitslücken vergleichsweise niedrig mit bis zu 200.000 US-Dollar. Verkäufer können Exploits hingegen auch mehrfach gegen Geld anbieten, selbst wenn das der IT-Sicherheit insgesamt noch mehr schadet.

Die nun verabschiedeten Regelungen zum Einsatz der Staatstrojaner in Deutschland waren von der Bundesregierung lange nach dem eigentlichen Entwurf zur Änderung der StPO in Form eines Formulierungsvorschlags in den parlamentarischen Prozess eingebracht worden. Auf diese Weise wurde die öffentliche Debatte schon im Bundestag verkürzt. Nun hat der Rechtsausschuss auch im Bundesrat dafür gesorgt, dass das Thema wenig Beachtung findet.

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat allerdings schon eine Verfassungsbeschwerde gegen die Gesetzesänderungen angekündigt. Möglicherweise wird also Karlsruhe der Ort, an dem die Debatte um hackende Strafverfolger nachgeholt wird.

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Atlassian justiert Preise für Cloudangebot nach

Monatsabos von Cloudprodukten wie JIRA Software werden zukünftig pro Nutzer abgerechnet und das Jahresabonnement gestaltet sich feingranularer. Die Mehrheit der Anwender muss wohl mit Preiserhöhungen rechnen.

Um auch zukünftig ausreichend Investitionsmittel für die Weiterentwicklung der hauseigenen Kollaborationstools zu haben, hat der australische Softwarehersteller Atlassian die Modelle zur Lizenzierung und Preisbildung seiner Cloudangebote überarbeitet. Die Änderungen treten zum 31. Juli 2017 im Kraft und sollen wohl in der Mehrzahl der Fälle zur höheren Kosten für die Abonnenten führen. Betroffen sind Nutzer der Cloudprodukte JIRA Software, JIRA Core, JIRA Service Desk, Portfolio for JIRA, Capture for JIRA, Confluence, Team Calenders for Confluence, Questions for Confluence sowie die JIRA- und Confluence-Marketplace-Add-ons für die Cloud.

Monatsabos werden in Zukunft nach der Anzahl der Nutzer und nicht länger stur nach Stufen abgerechnet, wodurch sich die Preise ab 11 Anwendern geändert haben. Die Preisgestaltung ist progressiv, sodass es mit steigender Nutzerzahl Mengenrabatt gibt, wobei sich die genauen Kosten für Nutzer danach richten, unter welchen Gebührensatz sie fallen. Bei 251 Anwendern würden also die ersten 100 unter die erste Preisstufe von 7 US-Dollar pro Person fallen, die nächsten 150 in die Kategorie 4 US-Dollar pro Person und für den letzten würde 1 US-Dollar fällig, sodass der Durchschnittspreis pro Nutzer in dem Fall bei 5,18 US-Dollar läge.

In die Berechnung gehen alle aktivierten Anwender ein. Um Kosten zu reduzieren empfiehlt Atlassian daher, die Aktivität aller Registrierten zu prüfen und Wenignutzer so weit möglich nach Rücksprache zu deaktivieren oder aus dem synchronisierten Nutzerverzeichnis zu entfernen. Für Monatsabonnenten könnte sich zum Sparen zudem ein Umstieg auf ein jährliches Modell anbieten. Hier haben sich die Preise ab 15 Nutzern geändert, wobei nun mehr Abstufungen, was Gruppengrößen betrifft, zur Verfügung stehen. Eine Übersicht ist auf den Lizenzierungsseiten von Atlassian zu finden, wo auch Hinweise zur Kostenabschätzung vermerkt sind. (jul)

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